Finanzspritze für die Generalsanierung des Forchheimer Rathauses: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt dank zahlreicher Spenden so wieder Erträge der Lotterie Glücksspirale 80 000 Euro für Instandsetzungsmaßnahmen zur Verfügung. Der Förderscheck wurde gestern an Forchheims Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein übergeben.
Im Herbst vergangenen Jahres machten sich Vertreter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor Ort einen persönlichen Eindruck der Forchheimer Rathaus-Baustelle, um den Förderantrag mit der Stadt abzustimmen. Es wurden zwei Maßnahmen ausgewählt, nämlich die Restaurierung des Turmes und der Stabwandstube. Ein Scheck in Höhe von 80 000 Euro wurde gestern Nachmittag übergeben.
Forchheims Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein: „Unser Forchheimer Rathaus trägt das Prädikat ,Denkmal nationaler Bedeutung´. Ich freue mich sehr, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Sanierung und Restaurierung unterstützt.“
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert jedes Jahr bis zu 600 Restaurierungsprojekte in ganz Deutschland, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200 000 Förderern – mit jährlich rund20 Millionen Euro. Neben dem Forchheimer Rathaus wurden in den vergangenen Jahren unter anderem auch der Aachener Dom, die Frauenkirche in Dresden, das Holstentor in Lübeck und auch das Rathaus Glockenspiel in München mit Fördergeldern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bedacht.
Die Vielfalt an Förderungen ist groß: Die Stiftung unterstützt Kirchen, Schlösser und Burgen, historische Gärten und Parks, Industrie- und Technikdenkmäler, Wohnbauten und Siedlungen sowie archäologische Grabungen. Eine ehrenamtlich tätige wissenschaftliche Kommission aus Denkmalexperten berät die Gremien der Stiftung bei der Auswahl der Projekte. So konnten in den vergangenen mehr als 35 Jahren mehr als 6.500 Denkmale in Ost - und Westdeutschland, vor allem durch Spendengelder zahlreicher Förderer, vordem Verfall bewahrt werden.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland, die sich bundesweit und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale aller Arten einsetzt. Dabei wird ein umfassender Ansatz verfolgt, der von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale über zahlreiche Jugendprojekte bis hin zum „Tag des offenen Denkmals“ reicht.
Die Baustelle des Forchheimer Rathauses ist aktuell seit 50 Monaten in Betrieb, dies entspricht etwa 66 Prozent der geplanten Gesamtbauzeit. Die Eröffnung des historischen Rathauses zum „Haus der Begegnung“ ist für Ende2026 geplant. Die Kosten des Gesamtbauvorhabens liegen bei voraussichtlich 44,7 Millionen Euro.
80 000 Euro für Rathausgeneralsanierung
Für die Generalsanierung des Forchheimer Rathauses stellt die Deutsche Stiftung
Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie Glücksspirale 80.000Euro zur Verfügung. Den symbolischen Scheck überbrachten Gerd Sommer (rechts im Bild) vomOrtskuratorium Erlangen der DSD im Beisein von Helmut Habammer (3. von rechts) von Lotto Bayern anForchheims Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein. Mit auf dem Foto: Christoph Schulz (links) (Fördermittelmanagement Stadt Forchheim) und Claudia Stumpf, Projektleitung Rathaus (2. von links).
Foto: BirgitHerrnleben@Stadt_Forchheim